AURELIUS Equity Opportunities startet das Geschäftsjahr 2022 mit einem robusten ersten Quartal

12.05.2022

AURELIUS Equity Opportunities startet das Geschäftsjahr 2022 mit einem robusten ersten Quartal

  • Konzerngesamtumsatz erreicht 759,9 Mio. EUR, annualisierter Konzernumsatz
    liegt bei 2.975,8 Mio. EUR
  • Operatives EBITDA von 49,7 Mio. EUR
  • Net Asset Value steigt leicht auf 1.014,7 Mio. EUR
  • Hohe Transaktionsdynamik mit bereits fünf Add-Ons und drei weiteren Co-Investments
  • Ausblick geprägt von unsicherem Marktumfeld

München, 12. Mai 2022 – Die AURELIUS Equity Opportunities SE & Co. KGaA („AURELIUS“; ISIN DE000A0JK2A8) gibt die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2022 bekannt. Der Konzerngesamtumsatz betrug 759,9 Mio. EUR (Q1 2021: 809,7 Mio. EUR). Der Rückgang ist größtenteils auf die Veräußerung von Office Depot Europe im vierten Quartal 2021 zurückzuführen. Der annualisierte Konzernumsatz aus fortgeführten Geschäftsbereichen konnte hingegen gesteigert werden und erreichte den Wert von 2.975,8 Mio. EUR (Q1 2021: 2.673,2 Mio. EUR).

„Das erste Quartal 2022 belegt, dass unser Portfolio sehr robust aufgestellt ist und ausgebaut wurde. Eine resiliente Entwicklung ist damit auch in komplexen und krisenbehafteten Zeiten möglich. Entscheidend ist unsere Strategie, Portfoliounternehmen mit der tiefgehenden Operations-Expertise unserer internen Spezialisten auszustatten“, so Matthias Täubl, CEO der AURELIUS Equity Opportunities.

Solides operatives EBITDA von 49,7 Mio. EUR

Das operative EBITDA des Gesamtkonzerns lag im ersten Quartal bei 49,7 Mio. EUR (Q1 2021: 55,7 Mio. EUR) und ist maßgeblich von den Entwicklungen in den Segmenten Industrial Production sowie Retail & Consumer Products getrieben. Darin enthalten sind Restrukturierungs- und Einmalaufwendungen für die Neuausrichtung der Konzernunternehmen. Mit 13,0 Mio. EUR lag dieser Wert unter jenem des Vorjahres-Vergleichswerts (Q1 2021: 19,3 Mio. EUR). Erstmals wird zudem das Ergebnis aus der Bewertung der Co-Investments zum Fair Value in der Überleitung berücksichtigt. Dieses belief sich im ersten Quartal 2022 auf 4,2 Mio. EUR. Die Co-Investmentstruktur wurde zusammen mit dem AURELIUS European Opportunities Fund IV im April 2021 initiiert. Daher existiert keine retrospektive Vergleichskennzahl.

Das operative EBITDA des Gesamtkonzerns lag im ersten Quartal bei 49,7 Mio. EUR (Q1 2021: 55,7 Mio. EUR) und ist maßgeblich von den Entwicklungen in den Segmenten Industrial Production sowie Retail & Consumer Products getrieben. Darin enthalten sind Restrukturierungs- und Einmalaufwendungen für die Neuausrichtung der Konzernunternehmen. Mit 13,0 Mio. EUR lag dieser Wert unter jenem des Vorjahres-Vergleichswerts (Q1 2021: 19,3 Mio. EUR). Erstmals wird zudem das Ergebnis aus der Bewertung der Co-Investments zum Fair Value in der Überleitung berücksichtigt. Dieses belief sich im ersten Quartal 2022 auf 4,2 Mio. EUR. Die Co-Investmentstruktur wurde zusammen mit dem AURELIUS European Opportunities Fund IV im April 2021 initiiert. Daher existiert keine retrospektive Vergleichskennzahl.

Das Ergebnis aus Unternehmensverkäufen belief sich auf 38,2 Mio. EUR (Q1 2021: 37,8 Mio. EUR) und bezieht sich im Wesentlichen auf den Verkaufserlös der AKAD University, die während der Konzernzugehörigkeit zur AURELIUS signifikant weiterentwickelt wurde. Das EBITDA des Gesamtkonzerns erhöhte sich mit 79,1 Mio. EUR gegenüber dem Vergleichszeitraum (Q1 2021: 74,2 Mio. EUR).

Net Asset Value leicht gestiegen, trotz unsicherem Marktumfeld

Der Net Asset Value (NAV) der Konzernunternehmen lag zum 31. März 2022 bei 1.014,7 Mio. EUR und damit leicht über dem Wert zum Jahresende 2021 (31.12.2021: 1.004,7 Mio. EUR). Dies beinhaltet den NAV der Co-Investments in Höhe von 26,9 Mio. EUR. Erstmalig sind darin die Werte von Advanced Power Solutions und Enerveo zum Fair Value sowie Minova zum Kaufpreis berücksichtigt. Der NAV je Aktie lag bei 36,11 EUR und stellt damit eine Verbesserung zum Wert Ende des Jahres 2021 dar (31.12.2021: 35,26 EUR).

Die andauernden geopolitischen Unwägbarkeiten aufgrund des Krieges in der Ukraine erforderten einen pauschalen Sicherheitsabschlag zum Jahresende. Zum Stichtag 31.03.2022 ist dieser Sicherheitsabschlag in den Bewertungen der Portfoliounternehmen bereits berücksichtigt.

Die liquiden Mittel auf Konzernebene wiesen zum 31. März 2022 mit 403,0 Mio. EUR (31.12.2021: 444,0 Mio. EUR) ein gutes Niveau aus. Dies gilt insbesondere unter Berücksichtigung der Mittelabflüsse in Höhe von ca. 70 Mio. EUR für Akquisitionen und dem weiterhin aktiven Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von über 10 Mio. EUR im ersten Quartal. Die Eigenkapitalquote stieg leicht auf 26,5 Prozent (31.12.2021: 26,0 Prozent).

Bedeutende Transaktionen, Schärfung im Portfolio sowie Ausbau des ESG-Engagements

Eine hohe Transaktionsdynamik charakterisiert das erste Quartal 2022 für die AURELIUS Equity Opportunities. Auf Seite der Add-On-Akquisitionen, zur Stärkung der bestehenden Portfoliounternehmen, verzeichnete die AURELIUS Equity Opportunities fünf Neuzugänge. Im Januar hat die BGP Building Partners Group das Container Handelsbüro Peter Bonitz
e. K. übernommen. Ende März wurde De Rycke Baumaterialien von BMC Benelux sowie CameraNU.nl B.V. von der European Imaging Group erworben. Außerdem erwarb VAG den brasilianischen Anbieter von Ventillösungen RTS. Darauffolgend kaufte die European Imaging Group zudem die Mehrheitsbeteiligung an Cyfrowe.pl, mit Abschluss der Transaktion im Mai 2022.

Mit dem AURELIUS European Opportunities Fund IV wurde das gemeinsame Portfolio ebenfalls anhand weiterer Akquisitionen ausgebaut. Im Februar wurde Minova im Rahmen einer globalen Carve-Out Transaktion von der australischen Orica Limited übernommen. Minova ist ein weltweit tätiger Hersteller und Anbieter von Sicherungs- und Verfestigungsmitteln sowie Dienstleistungen für Bergbau- und Infrastrukturkunden. Später wurde Ceramic Tile Distributors (CTD) im Rahmen einer Carve-Out Transaktion von Saint-Gobain erworben. CTD ist ein britischer Spezialanbieter hochwertiger Keramikfliesen, mit führender Position im B2B-Markt. Das Closing der Akquisition erfolgte Anfang April 2022.

Mit dem Abschluss der Übernahme des britischen Geschäftsbereichs der McKesson Corporation, darunter die Marken LloydsPharmacy, John Bell & Croyden und AAH Pharmaceuticals, gelang die bisher größte Akquisition der Firmengeschichte. Anfang April 2022 wurde diese Transaktion erfolgreich abgeschlossen. Hervorzuheben ist der ebenfalls im ersten Quartal 2022 durchgeführte sowie sehr erfolgreiche Verkauf der AKAD University, Deutschlands ältester privater Fernuniversität, an den größten europäischen Bildungskonzern Galileo Global Education.

„Unser Anspruch, nachhaltig sowie erfolgreich strategisches Wachstum voranzutreiben und den Shareholder-Value weiterzuentwickeln, zeigt sich auch in diesem Quartal an der Stärke unseres Portfolios – ob als Neuzugang im Rahmen einer Akquisition oder als Verkauf. Wir sind tagtäglich damit beschäftigt, makroökonomische Verwerfungen zu balancieren und Unsicherheiten auch aufgrund der operativen Nähe zu unseren Portfoliofirmen zu navigieren“, so Täubl.

Die AURELIUS Equity Opportunities baut zudem den Fokus für ESG-Themen weiter aus. AURELIUS vertieft das eigene Engagement mit dem im April 2022 bekanntgegebenen Beitritt zum United Nations Global Compact, der weltweit bedeutendsten Initiative für nachhaltige und verantwortungsvolle Unternehmensführung und der Ländergesellschaft Deutsches Global Compact Netzwerk.

Ausblick: Konkrete Entwicklung im aktuellen Marktumfeld schwierig zu prognostizieren, weiteres Analysehaus nimmt Coverage auf

Der Ausblick auf das verbleibende Jahr 2022 gestaltet sich im aktuell besonders komplexen Marktumfeld schwierig. Grundsätzlich ist aber von einer weiterhin positiven Deal-Aktivität, als eine tragende Säule, auszugehen. Daneben liegt der Fokus auf der Begleitung des Portfolios im engen Schulterschluss und über gezieltes operatives Engagement.

„Das herausfordernde erste Quartal haben wir solide abgeschlossen. Für die AURELIUS Equity Opportunities heißt das konkret: Die Strategie ist genau richtig. Das haben wir auch mit der Akquisition des UK-Geschäfts der McKesson Corporation im Rahmen der Co-Investitionsstruktur gezeigt – die größte Transaktion unserer Firmenhistorie. Mit Pareto Securities hat zudem ein weiteres Analysehaus die Coverage der AURELIUS Equity Opportunities mit einer Kaufempfehlung gestartet. Auch diese Facheinschätzung belegt, dass unser unausgeschöpftes Potenzial hoch ist. Nichtsdestotrotz heißt es wachsam zu bleiben, da der Ausblick mit einem hohen Maß an makroökonomischer Unsicherheit belegt ist“, bewertet Täubl.

Am 21. Juni 2022 wird die AURELIUS Equity Opportunities ihre Hauptversammlung 2022 abhalten.

Kennzahlen

(in Mio. EUR)

1.1. – 31.3.2021

1.1. – 31.3.2022

Konzern-Gesamtumsatz

809,7

759,9

Konzernumsatz (annualisiert) 1,2

2.673,2

2.975,8

EBITDA Konzern gesamt

74,2

79,1

davon negative Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung („bargain purchase“)

. / .

. / .

davon Restrukturierungs- und Einmalaufwendungen

-19,3

-13,0

davon Neubewertungseffekt der at Equity bilanzierten Co-Investments

. / .

4,2

davon Ergebnis aus Unternehmensverkäufen

37,8

38,2

EBITDA Konzern operativ

55,7

49,7

Konzernergebnis 1,3

31,5

34,3

Ergebnis je Aktie Konzern (in EUR) 1

1,11

1,19

 

31.12.2021

31.03.2022

Vermögenswerte

2.281,2

2.325,6

davon liquide Mittel

444,0

403,0

Verbindlichkeiten

1.688,7

1.709,0

davon Finanzverbindlichkeiten

379,4

417,0

Eigenkapital 3

592,5

616,6

Eigenkapitalquote 3 (in %)

26,0

26,5

Anzahl Mitarbeiter zum Stichtag 2

11.141

10.869

1) Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung des Vorjahres wurde entsprechend den Bestimmungen des IFRS 5 zu Vergleichszwecken angepasst.
2) Aus fortgeführten Geschäftsbereichen.
3) Inkl. Minderheiten.

Net Asset Value des AURELIUS Portfolios (in Mio. EUR)

 

NAV zum 31.3.2022

Industrial Production

382,0

Retail & Consumer Products

281,3

Services & Solutions

84,4

NAV der Portfoliounternehmen

747,7

Andere

240,1

Co-Investments

26,9

Summe NAV

1.014,7

NAV je Aktie in EUR

36,11

Seit dem 31. Dezember 2021 wird der NAV in einer Netto-Darstellung ausgewiesen. Dabei werden zu erwartende Transaktionskosten bei der Veräußerung der Portfoliounternehmen sowie sämtliche mit den einzelnen Portfoliounternehmen in Zusammenhang stehende zu erwartende Managementvergütungen bereinigt. Diese Methodik ist nun in den NAV´s der Portfoliounternehmen separat enthalten und nicht als Gesamtgröße abgezogen. Die Summe des NAV zum ersten Quartal 2022 entspricht damit rein den potenziellen Netto-Cash-Zuflüssen der AURELIUS Equity Opportunities.